Bei der Energiewende im Landkreis Emmendingen geht es kaum voran

Veröffentlicht am 26.09.2019 in Presse im Wahlkreis

Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle zeigt sich über die aktuelle Ablehnung von Windrädern auf dem Gschasikopf durch das Regierungspräsidium Freiburg nicht verwundert. „Es geht nirgendwo weiter. Es wird eine Menge Geld investiert, auch Bürgerinnen und Bürger sind motiviert einzusteigen und am Ende wird alles abgelehnt“, so Wölfle. In einer Anfrage an das Umweltministerium in Stuttgart hat Wölfle sich den aktuellen Sachstand im Landkreis Emmendingen berichten lassen. Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd.

So wurden seit dem Jahr 2011 überhaupt nur zwei neue Windkraftanlagen im Landkreis in Betrieb genommen. Zusätzlich drei Freiflächen-Photovoltaik-, vier Wasserkraft- und drei Biogasanlagen. „Die Ablehnung von Windkraft scheint in unserem Landkreis deutlich mehr Erfolg zu haben, als z.B. im benachbarten Ortenaukreis, wo seit 2011 sechs Windkraftanlagen auf der Prechtäler Schanze gebaut werden konnten - direkt an der Gemarkungsgrenze zum Landkreis Emmendingen.“

In seiner Bewertung des Landkreises über die Potenziale für verschiedene Energieerzeugungs­formen kommt selbst das Ministerium zur Einschätzung, dass die Voraussetzungen für Windkraft in den Schwarzwaldhöhen und auch teilweise in der Rheinebene günstig sind. Es würden sich viele Standorte ergeben, welche die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb erfüllen. Auch bei Biomasse sieht das Ministerium durchaus mehr Potenzial.

Zahlen zum Austausch von Heizungen in Wohn- und Geschäftsgebäuden liegen dem Land nicht vor, hier fragt sich Wölfle, warum Stuttgart diese Erhebung nicht einfordert. Ebenso gibt es keine statistische Erfassung von Nah- und Fernwärmenetzen. Bekannt ist lediglich, dass zwei Nahwärmenetze seit 2011 seitens des Landes gefördert wurden und ein weiteres Netz derzeit gefördert wird. „Hier muss das Land“, so Wölfle, „mehr Engagement seitens des Landkreises einfordern, vielleicht sind auch mehr verbindliche Vorgaben seitens des Umweltministeriums notwendig.“

Die Abgeordnete führt aus, dass der zögerliche Ausbau der Windenergie auch an den Vorgaben aus Stuttgart liegt: So verringern die höheren Mindestabstände, die die Grünen im aktuellen Koalitionsvertrag abgenickt haben, die Anzahl möglicher Orte, an denen Windkraftanlagen aufgestellt werden können. Finden sich trotzdem geeignete Standorte und die Planungen werden konkreter, können viele Anlagen dann aus Tierschutzgründen nicht gebaut werden oder scheitern am Widerstand von Anwohnerinnen und Anwohner.

"Die Kommunen in Kreis haben viel Geld in die Hand genommen, um mögliche Standorte auszuloten. Bekommen haben sie dafür nichts. Wenn es die grün-geführte Landesregierung mit der Energiewende ernst meint, muss sie auch spürbar mehr dafür tun“, so Sabine Wölfle.

 
 

Homepage Sabine Wölfle MdL

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