Antrag der SPD Fraktion im Gemeinderat abgelehnt

Veröffentlicht am 24.09.2024 in Fraktion

Die SPD-FRAKTION in Herbolzheim hat den Antrag (pdf) gestellt, die ausgeschriebenen Stelle für die kommunale Jugendarbeit von 60% auf 100% zu erhöhen.
Hintergrund für diesen Antrag sind die vielfältigen Themenbereich und umfangreichen Aufgaben welche die Stelle beinhaltet. Um diese alle zu bewältigen und auszufüllen braucht es mehr Zeit.
Bei der kommunalen Jugendarbeit geht es um einen Beziehungsaufbau zu den Jugendlichen und eine intensive Begleitung und Unterstützung:

Aus allen Ortsteilen kommt die Anfrage, die offene Jugendarbeit in die Ortsteile auszuweiten und somit zu dezentralisieren.
Kommunale Jugendarbeit ist mehr als ein paar mal in der Woche das Jugendzentrum in Herbolzheim zu öffnen und dort ein Angebot zu machen.
Die Kooperation von Jugendarbeit und Schule ist ein fester Bestandteil der Jugendbildung, so auch im Zukunftsplan unseres Bundeslandes verankert und braucht eine intensive Vernetzung.
Die Stellenausschreibung beinhaltet die konzeptionelle Entwicklung eines bedarfsgerechten und kontinuierlichen Angebots für Jugendliche, die Organisation, Durchführung sowie die Qualitätssicherung.
Die Mitwirkung im Team der Ferienspielaktion sowie die eigenverantwortliche Organisation und Mitwirkung in der Kiwanis-Ferienschule gehört zu dem Aufgabenbereich.
Wie in der Gemeindeordnung verankert muss Kindern und Jugendlichen in der Kommune Gewicht und Stimme gegeben werden, eine Pflichtaufgabe, eine Herausforderung und ein zeitintensives Projekt.
Bildung ist weitaus mehr als die Wissensvermittlung durch die Schule, die kommunale Kinder- und Jugendarbeit muss als eigenständige Bildungsinstanz eingebunden werden.
Ein Stellenumfang von 100% bietet auch die Möglichkeit die Stelle zu teilen und so in einem Team zu arbeiten.
Die bisherige Jugendbeauftragte in Herbolzheim hat gute Arbeit geleistet. Der zeitliche Stundenumfang hat jedoch nicht gereicht, alle Aufgabenfelder auszufüllen und alle Themen mit einem Angebot zu den Jugendlichen zu bringen.
Die Ablehnungsgründe im Gemeinderat waren unterschiedlicher Art:
An vorderster Stelle stehen die Kosten. Natürlich wissen auch wir, dass eine Erhöhung des Stellenanteils Geld kostet und die Haushaltskonsolidierung Wille des Gemeinderates ist. Wir denken jedoch, diese Investition in die Jugendarbeit ist gut angelegtes Geld!
Ein Dank an die Verwaltung, dass die Mehrkosten benannt wurden, ca. 27.500 € pro Haushaltsjahr. Ebenso ein Dank für die positive Stellungnahme.
Weiter wurde als Begründung für die Ablehnung angeführt, dass jetzt der falsche Zeitpunkt für die Aufstockung dieser Stelle sei.
Ein weiterer Grund, warum wir in Herbolzheim keine Erhöhung des Stellenanteils benötigen, seien die vielen Vereine, die gute Jugendarbeit leisten. Das sehen auch wir und danken allen ehrenamtlichen in den Vereinen für diese Arbeit.
Die Veränderungen in den Familienstrukturen und der zunehmende Einfluss Sozialer Netzwerke auf das Freizeitverhalten und auf das traditionelles Vereinswesen können die Vereine nicht auffangen. Nicht von ungefähr hören wir die Klagen über Nachwuchssorgen.
Bis jetzt hat es noch keine Bewerbung auf die Stellenausschreibung gegeben, besonders attraktiv scheint eine Stelle mit 60% Umfang nicht zu sein.
Wir hätten uns gewünscht, dass der zeitliche Umfang den Aufgaben- und Themenstellungen der kommunalen Jugendarbeit an die Einwohnerzahl von Herbolzheim angepasst wird und welcher Mehrwert für das Gemeinwesen durch eine gute Jugendarbeit geleistet wird.

 

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