SPD-Sommerfest im Quartierstreff Sommerhof Denzlingen
„Es war ein richtig tolles Sommerfest. Vielleicht sogar eines unserer besten“, freute sich die sichtlich zufriedene Elfriede Behnke am Samstagabend nach getaner Arbeit. Und auch dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Björn Reuter war am Ende des gut dreistündigen Festes die Freude über den Verlauf der rundum gelungenen Veranstaltung im Quartierstreff Sommerhof anzumerken. Das Wetter hatte es gut gemeint mit den Denzlinger Sozialdemokraten: Die Sonne schien (aber nicht so erbarmungslos wie schon allzu oft in diesem Sommer), ein steter Luftzug sorgte für erträgliche Temperaturen und das Duo „Hanz und Franz“ mit Liedern von Hannes Wader, über die badische Revolution bis hin zu reichlich Folklore für musikalische Unterhaltung. Auch an die Kinder war gedacht, für sie standen Spielgeräte und ein paar Leckereien bereit. Parteiprominenz war ebenso vertreten: Der SPD-Bundestagsabgeordnete und -Kreisvorsitzende Johannes Fechner, die frischgebackene SPD-Landtagsabgeordnete Viviane Sigg und die SPD-Landtagswahlkandidatin und Co-Kreisvorsitzende Martina Fuhrmann mischten sich unters Parteivolk, unterhielten sich mit den Denzlinger Genossinnen und Genossen und bekundeten damit auch ihren Respekt für die Arbeit eines SPD-Ortsvereins, der zu den rührigsten in der Region zählt.
Gut besucht war das Sommerfest des SPD-Ortsvereins Denzlingen im Quartierstreff Sommerhof. Hier Johannes Fechner bei seiner Rede. Fotos: Karlheinz Schiedel
Gleich nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher reichte Björn Reuter das Mikrophon an Johannes Fechner weiter. Der Parlamentarische Geschäftsführer und Justiziar der SPD-Bundestagsfraktion berichtete über die bisweilen recht schwierige Arbeit in der Koalition. Die SPD sei deren soziales Gewissen und das sozialpolitische Korrektiv in der Bundespolitik. Er dankte dem Ortsverein für dessen engagierte Arbeit und machte den Genossinnen und Genossen Mut, nach dem enttäuschenden Ergebnis der Landtagswahl am 8. März nach vorne zu schauen.
Nach einem in Denzlingen überaus engagiert geführten Wahlkampf, sei dies ein echter Wermutstropfen gewesen, räumte Ortsvereinvorsitzender Björn Reuter ein. Es dankte seinem Vorstandsteam für die kompetente Arbeit. Gleich im April habe man eine Mitgliederversammlung einberufen und über Konsequenzen beraten. Einig sei man sich darin gewesen, dass es wichtig sei, die Menschen besser zu erreichen, allzu akademische Ansprache zu vermeiden, Probleme direkt anzusprechen und sich um Lösungen zu kümmern. Kümmern wolle man sich auch um eine weitere Belebung der Ortsmitte. Am 28. September werde man sich mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „KI: Jobkiller oder Zukunftschance? Wie neue Technologien die Arbeitsperspektiven junger Menschen verändern“ am Veranstaltungsreigen im Rahmen der Aktion „Lebendige Ortsmitte“ beteiligen. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit den benachbarten SPD-Ortsvereinen verstärkt werden.
Viviane Sigg bei ihrer fulminanten Rede.
Für Aufbruchstimmung sorgte später die frischgewählte SPD-Landtagsabgeordnete Viviane Sigg, deren fulminante Rede einige Mal mit Zwischenapplaus bedacht wurde. Die 1980 in Karlsruhe geborene SPD-Politikerin wurde gleich zur stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt. Sie ist Mitglied in zahlreichen Landtags-Ausschüssen und im Europarat. Viviane Sigg berichtete nicht nur über ihre Arbeit im Landtag, sondern auch über den gelungenen Neustart der Landes-SPD. Im Landtag schockiere sie das überaus respektlose Auftreten vieler AfD-Abgeordneten. Das Scheitern des SPD-Antrags, den Beschluss zur Anschaffung der umstrittenen Palantir-Software zu revidieren, hinter dem der rechtslibertäre US-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel steckt, sei bedauerlich. Allerdings werde die SPD weiter für den Aufbau europäischer Lösungen kämpfen und einem demokratisch unkontrollierten Abfluss unserer privaten Daten in die Rechenzentren dubioser US-Firmen entschieden entgegentreten. Adi Lapp, langjährige verdiente Mitarbeiterin des SPD-Regionalbüros, meinte nach diesem mit viel Beifall bedachten Auftritt anerkennend: „Es ist immer wieder schön zu erleben, was für tolle Politikerinnen die SPD hervorbringt“.
Letzteres lässt sich gewiss auch über Elfriede Behnke sagen, die abschließend über die kommunalpolitischen Aktivitäten der SPD-Gemeinderatsfraktion berichtete, angefangen von der vorläufigen Sicherstellung des Sauna-Betriebs im Denzlinger Schwimmbad, über die sich abzeichnende Lösung für eine von vielen Denzlinger Bürgerinnen und Bürgern herbeigesehnte Wiederbelebung des Mauracher Hofs, über die versuchsweise Einführung einer Fußgängerzone in der Rosenstraße/Kohlereck, dem Erstellen eines Parkraumkonzeptes für Denzlingen, bis hin zur Sicherstellung der Zukunft des autonomen Jugendzentrums „JuZe“, das der SPD sehr am Herzen liegt, wie Elfriede Behnke versicherte.
Björn Reuter freute sich zudem über den Besuch von vier jungen Menschen, die viele sozialdemokratische Anliegen auf dem Herzen hatten, sich über deren mangelnde Umsetzung in der GroKo beklagten und sehr diskussionsfreudig waren. Natürlich kam bei aller Politik auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Für Speis und Trank war selbstverständlich gesorgt, von der Gelegenheit, Gespräche über politische oder eher private Themen wurde reichlich Gebrauch gemacht. Und die Darbietungen des Gesangduos „Hanz und Franz“ animierten viele Genossinnen und Genossen zum Mitsingen. Fürwahr: ein richtig tolles SPD-Sommerfest! Karlheinz Schiedel
Beim SPD-Sommerfest gab's jede Menge Möglichkeiten zu intensiven und interessanten Gesprächen. Rechts (mit Mikrophon) SPD-Ortsvereinsvorsitzender Björn Reuter.