Sehr gut besucht war der SPD-Stammtisch am Freitagabend, 13. Dezember 2024 in der „Rocca“. Mit am Stammtisch saß und diskutierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner (links, Mitte). Fotos: Manfred Klimanski
Regelmäßig trifft sich der Denzlinger SPD-Ortsverein an jedem zweiten Freitag in der „Rocca“ zum Stammtisch. Seit Jahren, wenn auch nicht immer im gleichen Lokal. Selten jedoch in letzter Zeit waren nicht nur mehr als 20 Mitglieder und Gäste anwesend, wie am 13. Dezember 2024, an dem wieder einmal Johannes Fechner, örtlicher MdB und Kreisvorsitzender der Emmendinger SPD teilnahm. Selten auch wurde an allen Ecken und Enden so engagiert diskutiert wie an diesem Freitag.
Ein Hauptthema dabei: Die Mieten bzw. die immensen Schwierigkeiten, eine einigermaßen bezahlbare Wohnung zu bekommen, von billigem Wohnraum ganz zu schweigen. Dabei wurde Johannes Fechner von einer jungen Frau besonders gefordert. Er gab zu bedenken, dass ordentliche Lösungen nur mittelfristig wirken können. Aber man müsse heute mit einem Bündel von Maßnahmen beginnen:
Grundstücke müssen mehr und mehr in städtische Hand überführt werden. Die Städte und Gemeinden sollen mehr und mehr auch Wohnungen selber bewirtschaften
Die Grundsteuer für ungenutzte Grundstücke soll wesentlich höher veranschlagt werden, damit sie so früh wie möglich zur Bebauung zur Verfügung stehen
Bauvorschriften entschlacken!
Grundstücke von Gemeinden und anderen öffentlichen Trägern werden nur noch im Erbbaurecht vergeben, damit die Verfügungsgewalt hierüber nicht privatisiert wird
Nicht zuletzt sind viel zu viel Flächen durch Einfamilienhäuser blockiert!
Das alles wirkt laut Fechner nicht kurzfristig. Kurzfristig jedoch müsse die Mietpreisbremse verlängert werden, weil ansonsten die Mieten besonders in den Ballungsräumen ungehindert noch weiter nach oben schießen.
Im übrigen stellte er auf Befragen fest, dass die Gasversorgung für den Winter gesichert sei. In diesem Zusammenhang forderte er den „Kollegen Söder“ auf, in Bayern nicht weiter den Trassenbau zu boykottieren, damit endlich der Strom auch nach Süden kommt. Und nicht zuletzt verlangte Fechner, dass die Zukunft der E-Autos nicht weiter verschlafen werden darf. Trotz aller Verunsicherungen, die gezielt in die Diskussion geworfen werden, sei der Verbrenner nicht mehr zukunftsfähig, egal wie der Verbrauch gedrosselt werden könne. In manchen Ländern werde bereits in allernächster Zukunft die Neuzulassung von Verbrenner-Autos untersagt. Der chinesische Markt fokussiere sich heute schon auf E-Autos.
Und besonders erfreulich an dem Abend war, dass das neue Denzlinger SPD-Mitglied Madeleine Triska anwesend war und sogleich in die Runde aufgenommen wurde. Ein schöner Wahlkampfauftakt. Weiter so!! Manfred Klimanski
Madeleine Triska wurde als neues SPD-Mitglied willkommen geheißen. Nicht nur (von links) die OV-Vorsitzenden Björn Reuter und Elfriede Behnke, der Kreisvorsitzende Johannes Fechner (MdB), sondern alle Denzlinger Genoss*innen freuen sich über die neu gewonnene Unterstützung.