Erklärung zum Antikriegstag am 1.September 2022

Veröffentlicht am 16.08.2022 in Politik

„Krieg ist nichts als Drückebergerei vor den Aufgaben des Friedens.“ Thomas Mann

Nehmen wir den 1. September 2022, den Antikriegstag, um den Frieden einzufordern. In der Ukraine und in vielen anderen Ländern. Warten wir nicht bis zum 21. September 2022, dem UN-Weltfriedenstag, der sowieso wenig Beachtung in unserer Öffentlichkeit hat. Und erst recht nicht bis zum 1. Januar 2023, dem katholischen Weltfriedenstag (seit 1968). Und hoffen wir, dass unser Antikriegstag mehr Wirkung zeigt, als der nach 1918 eingeführte „Nie wieder Krieg“ – Tag zum 1. August eines jeden Jahres, bis dieser Ruf sich überholt hatte.

 

Ab 1990 soll der Antikriegstag in Gesamtdeutschland an die Opfer aller Kriege erinnern. Und an die jährliche Tatsache, dass in vielen Ländern ein Krieg, welcher Art auch immer, blutige, verheerende Tatsache ist. Ein Krieg ist niemals eine Art Naturkatastrophe, niemals alternativlos. Er ist immer menschengemacht. Er nistet sich über längere Zeit in unser Bewusstsein, besser gesagt, er wird genistet. Die „Naturfreunde Deutschland“ sahen bereits aus Anlass des 100-jährigen Beginns des 1. Weltkriegs und des 75-jährigen Beginns des 2. Weltkriegs eine schleichende Remilitarisierung der Außenpolitik, hier und überall auf der Welt. Krieg ist machbar, Herr Nachbar, könnte diese Entwicklung zynisch in Abänderung eines alten Sponti-Spruches kommentiert werden, wenn sie nicht so schreckenerregend wäre. Man sehe nur auf die jüngsten Entwicklungen in Südostasien.

Im Jahre 2021 tobten 26 Kriege unterschiedlicher Provenienz auf der Erde. In Mali (seit 10 Jahren), im Kongo (seit Menschengedenken), in Äthiopien (immer wieder neu), Südsudan (sofort nach Staatsgründung), Somalia (seit rund 50 Jahren), Syrien, Irak, Palästina, Pakistan, Afghanistan (die Menschen dort kennen kaum Frieden), Aserbaidschan/Armenien. Im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina tickt eine Zeitbombe. Und in der Ukraine herrscht seit 2014 Krieg (Ostukraine) und brach am 24. Februar 2022 als verbrecherischer Angriff Russlands in aller Gewalt über das ganze Land aus.

Es wird hohe Zeit, diesem Treiben von Interessen, von imperialistischen, völkischen, religiösen, geopolitischen wie auch kapitalistischen ein Ende zu setzen. Der Beginn eines Krieges ist immer ein Verbrechen, die Fortsetzung aber kann ein zweites sein. „Heroische Kämpfe“, „Aufopferung für eine Idee“, „Verteidigung des Vaterlandes“ sind Illusion, sie können nicht wirklich Ziele sein. Sie fordern letztlich einen zu hohen Blutzoll. „Eine Illusion, die uns schmeichelt, ist uns lieber als zehntausend Wahrheiten.“ („Der Held“ von Alexander Puschkin). Die Kriegswahrheiten sind vielmehr Verrecken, sinnloses Zerstören, Not, Elend und Leid. In jedem Krieg. Und nach jedem Krieg rufen alle „Nie wieder Krieg!“. Und nach wenigen Jahren gibt es wieder vermeintliche Notwendigkeiten, Gründe, Unterstützungen. Für einen Angriff, eine Verteidigung, für verdeckte und für Bürgerkriege, für Nadelstiche, Provokationen … Scheinbar ein makabres Perpetuum mobile.

Helfen wir mit, den Frieden zu bauen. Jetzt! Wo immer wir können.

Wir rufen die Regierungen dieser Welt auf, eine Außenpolitik zu gestalten, die Kriege verhindert, nicht vorbereitet. Wir rufen unsere deutsche Regierung auf, alles erdenklich Mögliche zu tun, überall mitzuhelfen, in der Ukraine Frieden zu schaffen. Auf friedlichem Wege. Jetzt. Das Töten, das Zerstören, das unsägliche und unendliche Leid muss ein Ende haben.

Elfriede Behnke, SPD-Ortsvereinvorsitzende
Manfred Klimanski, Pressesprecher

 
 

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Autor: Heide Richter-Airijoki, Datum: 20.08.2022, 20:18 Uhr


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