Am Montag, den 7. Juli nahmen bei unsicherem Schauerwetter acht Genossen den Weg auf sich, das unter neuem Pächter wieder eröffnete Rebland (Golfplatz Tutschfelden) zu besuchen.
Wir ließen den Bundestagswahlkampf Revue passieren, konnten Frust über das schlechte Ergebnis ablassen, diskutierten vorhandene Mängel im eigenen Wahlkampf. Genauso wurde der vergangene Bundesparteitag, die Koalitionsbildung und viele bundespolitische Themen besprochen. Leidenschaftlich zeigte sich der Austausch über die bedrückende Situation der SPD insgesamt. Daher mangelte nicht an breiter gesellschaftlicher Debatte und bis hin zur Lage der Nation.
Nicht zuletzt kam von einigen der Wille zum Ausdruck, sich verstärkt für den kommenden Wahlkampf zu engagieren. Mit neuen Ideen (kreative „give aways“, z.B. Rosen mit angehängte SPD-Botschaft, Äpfel mit SPD-Aufkleber und wechselnde Infostand-Orte) und Erfahrungen aus anderen SPD-Verbänden, können wir zur Sommerpause auf neuen Schwung hoffen. Mit der Verabschiedung von Winfried Kretschmann wird es sicher ein spannender Wahlkampf, bei dem wir auf kommunaler Ebene unsere eigenen Themen setzen und einbringen können.
Eine längere Diskussion hatten wir zum Thema „Sicherheit“. Schließlich steht allgemein der Wehrdienst zur Debatte, die Jusos beharren auf Freiwilligkeit, viele fragen sich, wie dies juristisch und praktisch gestaltet werden kann. Aber auch der gesellschaftliche Wandel mit Migration, Wohlstandsentwicklung und Einfluss der Medien spielten hierbei eine Rolle. Viele Argumente wurden erörtert: die positive Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen nach der Schulzeit ebenso, wie das gesellschaftlich nachlassende Bewusstsein für das Gemeinwohl oder die Skepsis sich für irgendetwas länger binden oder gar verpflichten zu lassen.
Es wurde angeregt, das Thema Sicherheit breiter zu fassen, vom Bevölkerungsschutz über Wehrdienst bis hin zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und eines Verantwortungsbewusstseins für das Gemeinwesen. Es gibt nun Überlegungen, daraus politisch mehr Öffentlichkeit zu schaffen, durch eine oder mehrere Veranstaltungen oder durch OV/KV-Anträge für den politischen Diskurs innerhalb der Partei.
Weitere Themen waren etwa die Benachteiligung der Frauen bei der Arbeit, Verringerung der Rente allgemein und bei Müttern, die weniger arbeiten (können), Kita- und Kindergartenöffnungszeiten im Verhältnis zu den Arbeitszeiten. Die Öffnungszeiten in Herbolzheim seien vorbildlich für unsere Region.
Zuletzt haben auch Doris und Ralf wieder aus dem Gemeinderat berichtet, zu den Entscheidungen über die Windkrafträdern in Herbolzheim und dem Spatenstich zum neuen Wohngebiet in der Grünen Siedlung.
Es war insgesamt wieder ein interessanter Gesprächskreis, daher gerne bald wieder, mit vielen SPD-Mitgliedern und Gästen.
Personelle Neuigkeiten:
Mit der Wahl von Martina Fuhrmann bekam unser Kreisverband vergangene Woche nun eine Doppelspitze. Zusammen mit Johannes Fechner bildet sie unseren neuen, paritätisch besetzten SPD-Vorsitz für den KV Emmendingen. Gestärkt mit diesem Mandat errang sie am Samstag in Fellbach zudem Listenplatz 24 für die Landtagswahl am 8. März 2026. Sie hat nun die reale Chance für unsere Region ein Landtagsmandat zu erreichen.
Aus unserem Ortsverein wurde Günther Hauk für den KV Emmendingen zum stellvertretenden Delegierten für den Landesparteitag gewählt. Ebenfalls konnten wir ihn als neues Mitglied der Antragskommission des Kreisparteitags gewinnen.