Ehrungen bei der SPD-Denzlingen (von links): OV-Vorsitzender Björn Reuter, Anne Spegel (65 Jahre SPD-Mitglied), Kreisvorsitzender und MdB Johannes Fechner und Hans Ulrich Läßker (40 Jahre SPD-Mitglied).Fotos: Manfred Klimanski
Gerne kommt der örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner eigenem Bekunden zufolge nach Denzlingen. Und neben ihm kamen vor zwei Wochen gerne auch rund 40 Mitglieder und Gäste zur traditionellen Mitgliederversammlung der Denzlinger SPD am Jahresschluss zu Lino in sein Ristorante Belvedere zur Rückschau und vor allem zur Einstimmung auf ein spannendes neues Jahr. Der Co-Vorsitzende und frischgebackene Gemeinderat Björn Reuter begrüßte die Anwesenden herzlich und blickte in kurzen Ausführungen mit auch etwas gemischten Gefühlen auf ein für die hiesige SPD im Ergebnis gutes Jahr zurück.
Die Kommunalwahl mit wiederum 3 Sitzen im Gemeinderat und einem im Kreistag sei befriedigend, auch wenn er sich ein besseres Ergebnis hätte vorstellen können. Dass ein vierter Platz nur knapp verfehlt wurde, sieht er als Ansporn für die nächste Wahl. Schließlich „steht die SPD in Denzlingen mit ihren vielfältigen Aktivitäten durchaus in der Gunst eines großen Teils der Denzlinger.“ Die Europawahl allerdings sei im Gesamten gesehen zum Vergessen gewesen, doch in Denzlingen konnte die SPD in absoluten Zahlen zulegen. Immerhin konnten drei neue Mitglieder gewonnen werden, durch die die junge und die mittlere Generation in der Partei gestärkt würden. Reuter bedauerte den Bruch der Koalition, der aber wegen des FDP-Verhaltens „unvermeidlich gewesen war“. Trotzdem konnte seinen Worten nach auch für die Region Positives festgehalten werden so die Krankenhausreform zum Beispiel für das Kreiskrankenhaus Emmendingen und ganz konkret für Denzlingen die Nahwärmeversorgung.
Nachdem das Buffet eröffnet wurde, nahm die Versammlung die Gelegenheit zur Kommunikation gerne und hörbar wahr. Zu dieser Meinungsbildung trug mit einigen, wenigen Worten auch Johannes Fechner bei, der kurz über die unumgängliche Entscheidung von Bundeskanzler Olaf Scholz, den FDP-Vorsitzenden Lindner aus dem Kabinett zu entlassen, berichtete. „Es war höchste Zeit, um Schlimmeres zu verhindern“, so Fechner. Er hoffe, dass bis zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025 noch einiges Dringliches mit den Stimmen aus der Opposition beschlossen werden könne, wie ganz dringlich steuerliche Beschlüsse zur „kalten Progression“, durch die insbesondere kleinen und mittleren Einkommen Steuererhöhungen erspart würden, die ansonsten automatisch im neuen Jahr fällig werden. Fechner jedenfalls freue sich auf einen spannenden, kurzen, lebendigen Wahlkampf, in dem die Alternativen Scholz oder Merz klar auf dem Tisch liegen. Der außenpolitisch besonne, wirtschaftspolitisch kluge und sozialpolitisch verantwortungsbewusste Bundeskanzler Olaf Scholz sei jedenfalls noch lange nicht abgeschrieben, wie Fechner am Ende seines Beitrags unter lang anhaltendem Beifall betonte.
Johannes Fechner freute sich sehr, im weiteren Verlauf des Abends gemeinsam mit Björn Reuter der besonderen Ehrung einer altgedienten Genossin nach 65-jähriger SPD-Mitgliedschaft den würdigen Rahmen zu geben. Die dennoch jung gebliebene Anne Spegel nahm sichtlich bewegt Urkunde und seltene Ehrennadel entgegen. Zusammen mit ihr wurde auch Hans Ulrich Läßker für eine immerhin ebenfalls bemerkenswerte 40-jährige und Björn Reuter für 25 Jahre SPD-Mitgliedschaft ausgezeichnet. Als dann noch ein leckeres Nachspeisenbuffet gereicht wurde, blieben keine Wünsche offen. Ein würdiger Jahresschluss, zufriedene Mitglieder und Gäste sowie allseits gute Stimmung: Die SPD in Denzlingen ist weiterhin auf einem guten Weg, wie ein schmunzelnder Anwesender launig bemerkte. Manfred Klimanski
Hier noch ein paar fotografische Impressionen von unserer Mitgliederversammlung: