Reges Interesse an SPD-Podiumsdiskussion in der Denzlinger Ortsmitte
Künstliche Intelligenz (KI) – ein Thema, das vielen Menschen, alt wie jung, unter den Nägeln brennt. Die Auswirkungen auf Schule und Arbeitswelt, die Frage, ob KI nun eher ein Jobkiller oder eine große Zukunftschance ist, stand im Zentrum einer gut besuchten Podiumsdiskussion in Denzlingen. Der SPD-Ortsverein hatte dazu im Rahmen der „Aktion lebendige Ortsmitte“ Experten aus Industrie, Verwaltung, Gesundheitsberufen, Schulen und Gewerkschaften eingeladen. Gut und gerne 50 Menschen, darunter auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner, waren am Montagabend in die einstweilige Denzlinger Fußgängerzone gekommen. Sie erlebten eine hochinformative und spannende Veranstaltung. Souverän moderiert von der Jugendgemeinderätin Pauline Ploh und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Björn Reuter.
Das Podium war mit Andrea Hauschel und Tobias Breisacher (Firma Schölly Fiberoptic, Denzlingen), Kerstin Harms, (Pflegedirektorin am Kreiskrankenhaus Emmendingen), Michael Herbstritt (verdi-Geschäftsführer Südbaden/Schwarzwald), Denzlingens Bürgermeister Fabian Nitz und Evelyn Heeg (Direktorin der Ruth-Cohn-Schule) hochkarätig besetzt. Dass Künstliche Intelligenz schon längst in Industrie, Verwaltung, in Krankenhäuser, Schule und Bildungseinrichtungen Einzug gehalten hat und dort mittlerweile eine bedeutende Rolle spielt, wurde bereits in der Eröffnungsrunde deutlich. Dass davon berufliche Existenzen bedroht werden können, aber auch. Björn Reuter nannte das Beispiel einer Grafikdesignerin, die ihre berufliche Selbstständigkeit aufgeben musste, weil ihr nach Einführung der KI die Aufträge wegbrachen. Der von der Ortsverwaltung herausgegebene Flyer zur „Aktion Lebende Ortsmitte“ sei mit KI-Hilfe gestaltet, räumte Bürgermeister Fabian Nitz ein. Er warb aber für Technologieoptimismus. Auch bei der Einführung des Internets gab es warnende Stimmen. Am Ende hat es sich aber durchgesetzt. Ja, die moderne Arbeitswelt erfordere von allen Beteiligten eine hohe Flexibilität. KI könne aber durch die Übernahme bestimmter Verwaltungsarbeiten, beispielweise bei der Archivierung, Protokollierung oder Einsatzplanung im Bauhof nicht nur hilfreich sein, sondern auch Freiräume für die eigentlichen Aufgaben schaffen und so Arbeitsplätze attraktiver machen. „Uns geht die Arbeit nicht aus“, ist sich das Gemeindeoberhaupt sicher.
In einer Stellungnahme an die Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch hat sich unser Mitglied Biryar Kouti mit der Analyse der jüngsten Wahlergebnisse und dem Umgang mit der AfD auseinandergesetzt. Seine Position stellt dabei einen Gegenpol zu den Ausführungen unseres Mitglieds Hanspeter dar, der sich für ein Verbotsverfahren gegen die AfD ausgesprochen hat. Biryar Kouti bevorzugt stattdessen eine konsequente politische und inhaltliche Auseinandersetzung.

Mit einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm feierte der SPD-Ortsverein Herbolzheim sein 80-jähriges Jubiläum – nach der Wiedergründung im Jahr 1946.
In seiner Festrede ließ der Ortsvereinvorsitzende die bewegte Geschichte Revue passieren und erinnerte an die Gründungsväter: Es ging 1946 darum, eine demokratische Gesellschaft neu aufzubauen. Heute liegt es daran, unsere Demokratie zu bewahren und weiterzuentwickeln. Damals wie heute war es der SPD wichtig, Herbolzheim aktiv mitzugestalten. Wir dürfen nicht darauf warten, dass andere es richten – Demokratie braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und mit anpacken. Das haben uns die Gründer unseres Ortsvereins vorgelebt.
Bürgermeister Gedemer, der auch im Namen von Bürgermeister Dr. Louis aus Rheinhausen dem Ortsverein gratulierte, würdigte in seinem Grußwort, welche Grundwerte hinter dem Kürzel SPD für Demokratie und Kommunalpolitik stehen.
Parteien seien die größten Bürgerinitiativen und unerlässlich stärker denn je, betonten Dr. Johannes Fechner und Peter Dreßen, BdM a.D., und dankten dem Ortsverein Herbolzheim für die lebendige Aktivität über all die Jahre.
Viviane Sigg, MdL, gratulierte dem Ortsverein und verband ihre Rede mit dem Zitat von Willy Brandt: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Freiheit und soziale Sicherheit gehören zusammen und sind nicht verhandelbar, so Sigg.
Martina Fuhrmann, Kreisvorsitzende, ehrte Rosemarie Obergföll und Otto Brombacher für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD.
Das bunte Programm war immer wieder von Musik begleitet, die den Festtag auf angenehme Weise bereicherte.
Fotos vom Jubiläum auf der nächsten Seite
Hanspeter Hauke hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie unsere Demokratie auf politische Kräfte reagieren sollte, die ihre eigenen Grundlagen infrage stellen. Sein Beitrag ist ein persönlicher, aber klar begründeter Appell, die Prinzipien unseres Grundgesetzes nicht aus falsch verstandener Toleranz zu relativieren. Er beschreibt, warum die Auseinandersetzung mit der AfD nicht nur eine politische Debatte ist, sondern eine Frage der demokratischen Selbstbehauptung. Der folgende Text lädt dazu ein, sich mit dieser Perspektive auseinanderzusetzen und die Bedeutung einer wehrhaften Demokratie neu zu reflektieren.
Lesen Sie hier Hanspeter Haukes Kommentar.
Die SPD Denzlingen lädt zur Podiumsdiskussion zum Thema: „Wie neue Technologien die Arbeitsperspektiven junger Menschen verändern“ ein.
Die zunehmende Nutzung von KI-Tools wirft gerade bei jungen Menschen viele Fragen auf: Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Was bedeutet das für meine Lebensplanung? Was für Qualifikationen und Fähigkeiten werden gebraucht? Welche Berufe haben überhaupt noch eine Zukunft? Darüber wollen wir am
im Rahmen der Aktion lebendige Ortsmitte Denzlingen mit Experten aus Industrie, Verwaltung, Gesundheitsberufen, Schulen und Gewerkschaften diskutieren. Andrea Hauschel (Senior Human Relations Specialist) sowie Tobias Breisacher (Process Engineer) von der Firma Schölly Fiberoptic GmbH in Denzlingen, Kerstin Harms, Pflegedirektorin am Kreiskrankenhaus Emmendingen, Michael Herbstritt, Geschäftsführer der verdi-Bezirksstelle Südbaden/Schwarzwald, Denzlingens Bürgermeister Fabian Nitz, sowie Evelyn Heeg, Direktorin der Ruth-Cohn-Schule Denzlingen geben Einblicke in Trends und Entwicklungen in Ausbildung und Arbeitsmarkt und stehen für Fragen bereit. Pauline Ploh vom Jugendgemeinderat Denzlingen und Dr. Björn Reuter vom SPD-Ortsverein moderieren die Veranstaltung am Kohlerhof.