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Die Jugendorganisation der SPD im Kreisverband Emmendingen, Jusos, zelebrierte in Wyhl ihr zehnjähriges Bestehen.
Zu Beginn gab Juso-Kreissprecher Raphael Pfaff einen Rückblick auf die vergangen Jahre. Gegründet hatten sich die Jusos auf der Wahlkampfparty von Johannes Fechner im September 2005. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Juso-Kreisverband Emmendingen zu einem der einflussreichsten linken Juso-Verbände in Baden-Württemberg und zeichnete sich durch viele Aktionen als aktivste politische Jugendorganisation im Landkreis aus. Pfaff erinnerte dabei unter anderem an die Initiation des Bündnisses „Emmendingen Nazifrei“, der Politikparty „Red Night“, gut besuchte Veranstaltungen zur Energiewende oder auch die Teppichübergabe an den ehemaligen Minister für Entwicklungshilfe Dirk Niebel.
„In den vergangen Jahren prägte vor allem eine Person die Jusos. Mit Luisa Boos haben wir nicht nur die 2009 jüngste SPD-Europakandidatin, ehemalige Juso-Landesausschusspräsidin und stellvertretende Juso-Landesvorsitzende in unserer Mitte, sondern stets eine engagierte Frau, die sich für unsere Grundwerte stark macht“, erklärten Yvonne Kunde und Raphael Pfaff vom SprecherInnengremium der Jusos. Als Dank wurde Luisa Boos offiziell zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Lob gab es dabei auch von der Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Uekermann.
Anerkennende Worte für die Arbeit der Jusos richtete im Namen der Kreis-SPD die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle aus. „Wir sind froh, solch aktive junge Menschen zu haben. Ihr seid ein fester Bestandteil unserer Partei, die ohne euch bei weitem nicht so lebendig wäre“, so die Abgeordnete.
Johannes Fechner gibt gemeinsam mit Elvira Drobinski-Weiß und Gernot Erler ein Statement zum späteren Schließungstermin für Fessenheim ab:
Fessenheim-Schließung: Frankreich muss zu seiner Zusage stehen
Die heutige Ankündigung der französischen Umwelt-und Energieministerin Ségolène Royal, das Atomkraftwerk Fessenheim erst im Jahr 2018 zu schließen, ist für uns nicht hinnehmbar.
Präsident Francois Hollande hatte bereits den Schließungstermin 2016 genannt und wir fordern ihn auf, zu seinem Wort zu stehen und die Ankündigung umzusetzen.
Die Sorgen der Bevölkerung im Elsaß und in Südbaden über die Sicherheit des ältesten in Betrieb befindlichen Atomkraftwerkes Frankreichs müssen von der französischen Umweltministerin ernst genommen werden. Die Energiewende in Frankreich muss eine echte Energiewende sein und darf nicht zu längeren Laufzeiten von Atomkraftwerken führen.
Im diesjährigen Sommerworkshop der SPD-Jugendorganisation Jusos im Landkreis Emmendingen wurde sich mit Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner sowie Luisa Boos, vom SprecherInnenkreis der SPD Linken in Baden-Württemberg ausgetauscht.
Ein großer Schwerpunkt in der Diskussion nahm die Willkommenskultur in Deutschland ein. Die Sozialdemokraten freuten sich, dass in vielen Gemeinden des Landkreises Helferkreise zur Integration von Flüchtlingen gegründet wurden. „Diese Arbeit ist unglaublich viel wert und zeigt die große Menschlichkeit im Land. Niemand verlässt freiweillig seine Heimat, von dem her wollen wir die Menschen mit Solidarität und nicht mit dumpfen Parolen willkommen heißen“, so die Juso-Kreissprecher Katharina Seibel, Yvonne Kunde und Raphael Pfaff.
Ebenso wurde viel über die grün-rote Bildungspolitik diskutiert. Der SPD-Nachwuchs lobte vor allem Wölfles Engagement im Bildungsausschuss. Die Jusos bedauern jedoch, dass es aktuell nur eine Gemeinschaftsschule im Landkreis gibt. Die Anmeldezahlen der Kastelbergschule in Waldkirch zeige deutlich, dass sich Eltern und Schüler mehr solcher Angebote wünschen. Die Jusos fordern von den kommunalen Vertretern ein ideologisches Denken abzuschalten und auf die Bedürfnisse vor Ort Antworten zu geben. Dies betreffe auch den Ganztagsunterricht, der Kindern einen hausaufgabenfreien Nachmittag und Eltern die Möglichkeit einer Vollzeitstellt ermögliche.